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Letzte Aktualisierung: 22.05.2012 03:17:30
- Agentur für Alibis: Schatz, ich muss auf Dienstreise
Uneheliche Kinder, Affäre im Büro oder langweilige Familienfeier: Gründe für Ausreden und Lügen gibt es viele. Ein Bremer hat daraus eine Geschäftsidee entwickelt und eine Alibi-Agentur gegründet. Manche seiner Kunden buchen sogar gleich eine Lügen-Flatrate.
- Extrempendler: Büro in Stuttgart, Wohnung in Barcelona
Einer Frau zuliebe zog der IT-Spezialist Ralf Röber nach Spanien - aber seine Arbeitsstelle ist nach wie vor in Stuttgart. So pendelt er im Halbwochen-Rhythmus zwischen den Städten. Seine Kunden merken davon nichts, sein Chef hat sich daran gewöhnt.
- Nachtwächter im Zoo: Allein unter Löwen
Nachts streift er ohne Taschenlampe zwischen Löwen, Elefanten und Nashörnern umher und läuft bis Sonnenaufgang 20 Kilometer. Jurastudent Jörg Ott, 34, ist Nachtwächter im Kölner Zoo. Ein entspannter Job - mit Gruselmomenten. Manche Bewerber halten nur zwei Nächte durch.
- Computerspiel Moorhuhn: Totgesagte gackern länger
Alle Welt spielt "Angry Birds". Beinah vergessen sind die Moorhühner - glotzen blöd, gackern nervig, bei Treffern stieben ihre Federn. Das schlichte Spiel machte eine Bochumer IT-Bude schlagartig reich. Dann die krachende Pleite, der neue Anlauf. Eine kleine Geschichte der Hühnerjagd.
- Deutsche Bäckerei in Kanada: "Unser Laden ist wie ein kleines Konsulat"
Knusperbrötchen und Körner statt Knautschschnitten - damit punktet ein deutsches Paar in Winnipeg. Die Auswanderer setzten ihren Traum von der eigenen Bäckerei um. Erst überzeugten sie Rentner, dann Deutsche und nun auch Kanadier, die Donuts und Weichbrot gewohnt sind.
- Gehaltsreport: Was IT-Mitarbeiter verdienen
Die Arbeitsmarktlage für Informatiker ist kommod - Unternehmen umgarnen sie und zahlen gut. Berater sind die Spitzenverdiener, Webdesigner müssen sich hinten anstellen. Zu ganz großen Sprünge führt der Fachkräftemangel aber nicht: Insgesamt steigen die IT-Gehälter nur moderat.
- Sütterlin: Übersetzer der vergessenen Schrift
Was hat eigentlich Opa im Krieg gemacht? Seine Tagebücher würden es verraten - wenn man sie nur entziffern könnte. Sütterlin ist zur Geheimschrift geworden, Transkribierer sind weltweit gefragt. Eine Hamburger Seniorengruppe hilft: mit USB-Stick und Rollator.
- Menschen und ihre Berufskleidung: Bitte freimachen
Die Geisha im Kimono, der Bischof in der Soutane, eine Domina in Lackmontur: Die berühmte Fotografin Herlinde Koelbl hat Leute in Uniformen porträtiert - und ohne. Ihre Ausstellung "Kleider machen Leute" zeigt verblüffende Verwandlungen vom öffentlichen zum privaten Menschen.
- Jupiter Jones über das Musikgeschäft: Rocken auch fürs Bankkonto
Geld wie Heu, Autos, jede Menge Groupies: Im Musikbusiness winken Ruhm und ewiger Wohlstand? Ein Märchen - davon kann die Band Jupiter Jones ein Lied singen. Gitarrist Sascha Eigner erklärt, wovon er lebt. Und zürnt über die Attacken ahnungsloser Piraten aufs Urheberrecht.
- Die aktuelle Stellenanzeige: Shitstorm-Stopper gesucht, Arbeitsplatz Wall Street
Suchen Sie einen harten Job? Dann nehmen Sie diesen: Die amerikanische Groß- und Pannenbank Goldman Sachs sucht einen Social-Media-Strategen. Für Stimmung sorgen, wo Top-Manager fliehen und Mitarbeiter damit prahlen, wie sie Kunden abzocken - es ist eine echte Herausforderung.
- Geheimberuf Redenschreiber: Die Vordenker im Hintergrund
Manche lügen, sobald die Sprache auf ihren Beruf kommt. Bei Redenschreibern gehört Diskretion zum Geschäft, fast nie geben sie sich zu erkennen. Minita von Gagern erklärt, warum sich kein Politiker mit seinem Ghostwriter fotografieren lässt - und warum sie diesen Job dennoch liebt.
- Job-Aussteiger: Irgendwas, nur bitte nicht mit Medien
Sie wollten irgendwas mit Medien machen. Auf After-Show-Partys tanzen. Porsche fahren. Designerkleider tragen. Der Traum ging in Erfüllung - und wurde zum Alptraum. Drei Aussteiger erzählen von Aufstieg und Abschied aus der Welt von Film, Journalismus, PR und Werbung.
- Beruf im Buch: Der Schachboxer und Bohemien
Man schlägt sich so durch, wenn man "was mit Medien" macht. Wie dieser freie Journalist in Helmut Kuhns Berlin-Roman "Gehwegschäden": Die Hauptfigur streunt durch die Metropole, schreibt am klapprigen Klapprechner, tobt sich beim Schachboxen aus. Ein Beruf, wie er im Buche steht.
- Deutsche Bäcker in London: Eine Delikatesse namens Pig Ears
Wenn Deutsche im Ausland etwas vermissen, dann Krustenbrot. Im selben Londoner Viertel buhlen "Backhaus" und "Hansel and Pretzel" um deutsche wie englische Kundschaft. Beide Deutschbäcker bieten das ganze Programm von Kürbiskernbrot bis Bienenstich. Besonders beliebt: Spinat mit Blubb.
- Stimmbruch-Spezialist: Countdown für die Chor-Karriere
Glockenklare Stimmen, Bachs Werke rauf und runter: Die Thomaner in Leipzig sind weltweit für Ausnahmesänger berühmt. Mit dem Stimmbruch ist die frühe Gesangslaufbahn allerdings vorbei. Michael Fuchs, Leibarzt des Chores, sagt den Jungen voraus, wann ihre Zeit als Chorknabe abgelaufen ist.
- Sommerjobs für Schüler und Studenten: Extrageld plus Gummibärchen
Wenn das Geschäft brummt, sind Ferienjobber gefragt. Viele Unternehmen heuern zur Urlaubszeit deutlich mehr Schüler und Studenten an als in den letzten Jahren. Vor allem die Autoindustrie bietet viele Jobs, gesucht werden auch Gummibärchengießer - Verkostung gratis.
- Gewalt gegen Rettungskräfte: Angepöbelt, angespuckt, attackiert
Sie sind gekommen, um zu helfen. Und brauchen mitunter selbst Hilfe. Wie häufig Rettungskräfte Tritte oder Schläge kassieren, zeigt eine Studie: Jeder Vierte wurde schon Opfer von Gewalt. Die Täter sind meist betrunkene Männer - beileibe nicht nur in sozialen Brennpunkten.
- Schwierige Arzt-Patienten-Gespräche: "Sie werden an dem Tumor sterben"
Mediziner sollen heilen und helfen. Mit schlimmen Diagnosen tun sie sich oft schwer: Wie sag ich's nur? Trösten, Klartext reden, beides? Dürfen Ärzte Gefühle zeigen? In einem Berliner Kurs lernen sie, jungen und alten Patienten schlechte Nachrichten zu überbringen.
- Großkanzleien: Aussterbende Art Arbeitstier
Junge Juristen rechnen mit extremen Bürotagen, wenn sie bei Großkanzleien einsteigen. Selbst dort versuchen Chefs nun, Bewerber mit "Work-Life-Balance" zu ködern. Nur ein Lippenbekenntnis oder tatsächlich der Beginn halbwegs normaler Arbeitszeiten? "Legal Tribune ONLINE" hat sich umgehört.
- Piloten der "Tante Ju": Tuckern über den Wolken
Zurück zu Propeller und Handschwengel: Für Piloten kann das ein Sprung auf der Karriereleiter sein. Auf eine Lizenz für die 76 Jahre alte "Tante Ju" bewerben sich 170 Flugkapitäne. Wer den Test schafft, darf sich in ein enges Cockpit quetschen und mit einem Lenkrad aus Holz steuern.