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DAZ.online Tagesnews

DAZ.online Tagesnews - Politik

Aktuelle Tagesnews - Deutsche Apotheker Zeitung
Letzte Aktualisierung: 22.05.2012 05:20:41
  • GKV: Höheres Honorar für Apotheker - 2,30 für Kassen
    Keine Einwände gegen eine Erhöhung des Apothekenhonorars im Rahmen der AMG-Novelle erhebt der GKV-Spitzenverband. Allerdings: Der Apothekenabschlag muss als „Großkundenrabatt“ weiterhin erhalten bleiben. Außerdem besteht der GKV-Spitzenverband erneut darauf, den Kassenrabatt per Gesetz auf 2,30 Euro festzusetzen. Unter dem Strich könnte dies für die Apotheker auf ein Nullsummenspiel hinauslaufen.
  • Regina Feldmann in den Vorstand gewählt
    Der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ist wieder vollständig: Regina Feldmann, ist neuer stellvertretender Vorstand und damit zuständig für den hausärztlichen Versorgungsbereich. Die Vertreterversammlung der KBV wählte die Fachärztin für Allgemeinmedizin heute im Vorfeld des Ärztetages in Nürnberg im zweiten Wahlgang mit 31 von 60 abgegebenen Stimmen. Sie folgt damit auf Carl-Heinz Müller, der auf eigenen Wunsch aus dem Amt ausgeschieden war.
  • Sucht im Alter: Wie können Apotheker helfen?
    Was plant die Bundesregierung, um die Situation älterer Suchtkranker zu verbessern? Das will die SPD-Fraktion in einer Kleinen Anfrage genauer wissen. Die Partei kritisiert die im Februar 2012 veröffentlichte „Nationale Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik“. Ihrer Meinung nach hat die Regierung zu wenige und zu ungenau formulierte Maßnahmen zum Thema Sucht im Alter festgelegt. Hierbei rückt auch die Rolle der Apotheker in den Fokus der Sozialdemokraten.
  • Bahr will Ausschüttungen der Kassen notfalls erzwingen
    Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr will Prämienausschüttungen finanziell gut gestellter Krankenkassen notfalls erzwingen. Notfalls müsse der Gesetzgeber handeln, sagte der FDP-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). Darüber werde derzeit in der Koalition beraten. „So könnten Versicherte spätestens in 2013 profitieren.“ Es sei aber „sicherlich besser, wenn Kassen selbst entscheiden“, fügte Bahr hinzu.
  • Schönheits-OPs bei Minderjährigen bleiben erlaubt
    Das von CDU/CSU-Gesundheitspolitikern geforderte Verbot von Schönheitsoperationen an Minderjährigen ist wegen rechtlicher Bedenken derzeit nicht durchsetzbar. Das FDP-geführte Bundesgesundheitsministerium sieht verfassungsrechtliche Hürden und fühlt sich für eine gesetzliche Regelung zudem nicht zuständig. Ein Verbot wäre in den Heilberufs- und Kammergesetzen der Länder oder in den Berufsordnungen der Ärztekammern möglich.
  • AOK-Klage gegen Apotheker Zeitung abgewiesen
    Die AOK Baden-Württemberg ist mit ihrem Versuch, DAZ-Herausgeber Dr. Klaus G. Brauer und dem Deutschen Apotheker Verlag den Mund zu verbieten, in erster Instanz gescheitert.
  • ABDA bläst Apotheke auf - Daniel Bahr besucht Apotheker-Sommerfest
    Viel Wind machen wird die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) am kommenden Dienstag in Berlin. Vor dem Hauptbahnhof wird die ABDA zum „Tag der Apotheke“ werbewirksam eine fünf Meter hohe Hausapotheke aufblasen. Und am selben Abend wird Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) das traditionelle Sommerfest der ABDA im Apothekerhaus in der Berliner Jägerstraße besuchen.
  • Montgomery warnt vor übermächtigen Gesundheitskonzernen
    Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, hat die Kartellbehörden aufgefordert, die Übernahme der Rhön-Kliniken durch den Fresenius-Konzern sorgfältig zu prüfen. „Es besteht die Gefahr, dass Fresenius sich zum Anbieter einer Rundumversorgung entwickelt - analog den Health Maintenance Organizations der USA", sagte Montgomery in einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt (Heft 20). Ein solcher Konzern würde nicht nur über Krankenhäuser verfügen, sondern auch ambulante Versorgung, Medikamente, Hilfsmittel und zudem die Krankenversicherung anbieten.
  • Finanzministerium: Es gilt die deutsche Umsatzsteuer
    Welcher Mehrwertsteuersatz gilt für ausländische Versandapotheken, die Arzneimittel nach Deutschland liefern? Diese Frage treibt die deutsche Apothekerschaft schon lange um. Nun hat das Bundesfinanzministerium in einem Schreiben an den gesundheitspolitischen Sprecher der Union, Jens Spahn, klargestellt, dass der Erwerb dieser Arzneimittel durch die gesetzlichen Kassen der deutschen Umsatzsteuer unterliegt.
  • Neue Rolle für Pharmaunternehmen
    Seit einem Jahr ist Birgit Fischer Hauptgeschäftsführerin des Verbands forschender Pharma-Unternehmen (vfa). Die frühere Gesundheitsministerin und Kassenchefin kann auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken: Das AMNOG bedeutete für die forschenden Unternehmen eine Zäsur. Es war die Reaktion der Politik auf eine Krise – doch aus dieser Krise, so Fischer, seien der vfa und seine Mitgliedsunternehmen gestärkt hervorgegangen.
  • Apotheker müssen auf Honorarerhöhung warten
    Die Apotheker müssen auf die Entscheidung der Regierungskoalition über die angekündigte Honoraraufbesserung vermutlich noch etwas länger warten: Die für den 23. Mai angesetzte Anhörung der AMG-Novelle im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages wurde kurzfristig wieder abgesetzt. Dort sollte auch über die Honorarerhöhung entscheiden werden. Der Grund für die Absetzung: Streit zwischen Union und FDP.
  • Die Gewinner der 8. Ausschreibungsrunde stehen
    Die AOK hat ihre Partner für die achte Tranche ihrer Arzneimittel-Rabattverträge gefunden. Letzten Freitag wurden die Pharmaunternehmen vorab über die beabsichtigten Zuschläge informiert, teilte die Kasse heute mit. Die Öffentlichkeit wird erst nächste Woche erfahren, wer ab 1. Oktober exklusiv AOK-Versicherte versorgen darf.
  • Bayerns Ärzte wollen kooperieren, aber kein ABDA-KBV-Modell
    Die Ärzteschaft in Bayern hat zwar klar Position bezogen und das ABDA-KBV-Modell abgelehnt. Doch grundsätzlich sei man zu jeder Form von Kooperation mit den Apothekern bereit, sagte Dr. Max Kaplan, Chef der Bayerischen Ärztekammer.
  • Pro inhabergeführte Präsenz-Apotheke
    Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, einer immer älter werdenden Gesellschaft und der Notwendigkeit einer flächendeckenden Versorgung in einem Land wie Bayern bekannte sich Bayerns Gesundheitsminister Marcel Huber zur inhabergeführten Präsenz-Apotheke.
  • Versandhandel top – Pick-Up flopp
    Der Versandhandel mit Arzneimitteln ist für die Parteien offenbar nicht mehr wegzudenken – wohl aber Pick-Up. So lesen sich die zu Protokoll gegebenen Reden der Bundestagsabgeordneten auf den Antrag der Linken, den Versandhandel auf rezeptfreie Arzneimittel zu begrenzen. Der Antrag wurde gestern Abend jedoch erst einmal an die zuständigen Bundestagsausschüsse überwiesen.
  • Arzneimittelausgaben steigen wieder deutlich
    Die Freude über die sinkenden Arzneimittelausgaben im vergangenen Jahr währte nur kurz. Im ersten Quartal 2012 mussten die gesetzlichen Krankenkassen wieder deutlich mehr für die Medikamentenversorgung ihrer Versicherten zahlen: In Hessen stiegen die Ausgaben um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in Rheinland-Pfalz um 5,6 Prozent.
  • BMG bleibt bei Nikotinersatztherapie stur
    Das Bundesgesundheitsministerium stellt sich bei der Erstattung von Präparaten zur Nikotinersatztherapie quer. Es beanstandete nun einen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses, der vorsah, dass diese Mittel Teilnehmern der Disease-Management-Programme Asthma oder COPD angeboten werden können.
  • CDU: Kooperation im Gesundheitswesen
    „Wir wollen kluge und respektvolle Kooperation im Gesundheitswesen“ – ein hochgestecktes Ziel, das die nordrhein-westfälische CDU in ihrem Wahlkampf verspricht. Spielen Apotheken dabei auch eine Rolle? Die Berufsgruppe wird im Wahlaufruf nicht explizit erwähnt, und auch auf mehrfache DAZ.online-Anfrage fand man für eine Stellungnahme keine Zeit.
  • Grüne: Cannabis-Arzneimittel für mehr Patienten
    Cannabis-Arzneimittel könnten vielen Schwerkranken helfen – das ist durch wissenschaftliche Studien belegt. Doch es gibt viele rechtliche Hürden, die den Patienten den Zugang zu Medizinal-Cannabis oder Arzneimitteln mit aus Cannabis gewonnenen Wirkstoffen erschweren. Hinzu kommt, dass die Krankenkassen die teuren Therapiekosten oft nicht übernehmen. Das wollen die Grünen ändern.
  • Verbesserung der europaweiten Arzneimittelüberwachung
    Der Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments hat diese Woche Änderungen des europäischen Pharmakovigilanzsystems beschlossen. So soll unter anderem die Koordinierung zwischen den nationalen und internationalen Stellen verbessert und der Beipackzettel für Patienten verständlicher werden. Anstoß zur Überarbeitung der bestehenden Regelungen war der französische Arzneimittelskandal um das Arzneimittel Mediator® (Benfluorex).